Marktgemeinde SINABELKIRCHEN

Die Marktgemeinde Sinabelkirchen liegt im Ilztal mitten im oststeirischen Hügelland, 34 km östlich der Landeshauptstadt Graz. Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung sind römerzeitlichen Funde. Eine nachweisbare Rodung des Sinabelkirchener Bodens erfolgte erst im 12. Jahrhundert. Obwohl durch Orts- und Flussnamen anzunehmen ist, dass schon die Slawen hier gesiedelt haben. Als ritterliche Gründungen sind die Orte Egelsdorf (1310 - Eisilio von Landschach), Obergroßau (1477 - Margareta Großauer) und eventuell Fünfing (1410 - Konrad von Fünfing) erstmals genannt. Schon sehr früh, 1175, wurde Untergroßau (Grassa) urkundlich erwähnt. Der Hauptort Sinabelkirchen, Gnies ( von Chnieboz - Flussknie), Frösau (breza - Birke) sind urkundlich 1351 genannt.Zur Etymologie des Wortes Sinabelkirchen: sin-wel, sine-wel, sinbel bedeutet "ganz rund". Die Silbe -wel steckt auch heute noch im englischen Wort wheel, das Rad. Bemerkenswert ist auch, dass im Volksmund der Ort immer als Siniwelt bezeichnet wurde und wird. Mit der Bezeichnung ganz rund ist mit Sicherheit nicht die vorhandene Kirche gemeint, der Ursprung weist eher in die vorchristliche Zeit dieses Ortes.
Obwohl schon über Jahrhunderte reges religiöses Leben nachzuweisen war, ist die Pfarre erst 1729 gegründet worden. Der Pfarrgründung gingen lange Auseinandersetzungen mit der Hauptpfarre Pischelsdorf voraus. 1551 wurde der Grundstein zum Bau der heutigen Kirche gelegt. Die ursprüngliche Kirche war dem Hl. Patrizius geweiht, heute ist der Hl. Bartholomäus der Pfarrpatron. Neben der Filialkirche Gnies finden wir im ganzen Gemeindegebiet noch zahlreiche Kapellen, Bildstöcke und Wegkreuze.